DEKAN-ERNST-SCHULE

Rund ums Buch >>> Die Vorstadtkrokodile

Kurts Tagebuch

Ich freue mich, dass ich heute heil wieder nach Hause gekommen bin, denn ich befand mich in einer ziemlich gefährlichen Situation. Endlich hatte es geklappt, Franks Bruder und seine Freunde zu beobachten, als sie das Warenlager im Ziegeleigebäude ausgeräumt haben. Da kamen die Italienerkinder dazwischen und klauten ein paar Sachen vom Diebesgut. So ein Mist! Wir dachten schon, sie verderben uns alles, aber sie verschwanden bald wieder. Franks Bruder und seine Freunde hatten uns bisher nicht entdeckt. Wir wussten nicht, was wir machen sollten. Da hielt ich es nicht mehr aus. Ich musste etwas tun! Ich rollte auf das Gelände und stellte die Einbrecher. Franks Bruder beschimpfte mich als Krüppel. Es war so schrecklich. Ich bin doch wie jeder andere Mensch auch! Immer und immer wieder sagte er "Krüppel" zu mir. Ich habe das nicht mehr ausgehalten. Ich habe ihn gewarnt. Dann sagte er es wieder. Ich habe fast geheult. Ich nahm meinen Bogen und schoss einen Pfeil auf ihn. Der Pfeil traf sein Bein und er schrie vor Schmerz. Eigentlich ist mir nicht wohl bei dem Gedanken, jemandem weh getan zu haben. Er hat mich aber total verletzt. Während er zum Auto lief, um sich zu verbinden, hat mich einer seiner Freunde abgelenkt und der andere meinen Rollstuhl angeschubst. Das ging so schnell, dass ich noch nicht einmal die Bremsen anziehen konnte. Ich knallte gegen eine Wand und fiel aus dem Stuhl. Mir hat alles weh getan, besonders mein Kopf. Da erst kamen mir die Krokodiler zur Hilfe und vertrieben die drei mit Steinen. Zum Glück war ich nicht allein. Wer weiß, was sonst noch alles passiert wäre. So habe ich nur eine Wunde am Kopf und bin so froh, dass mein Rollstuhl unversehrt ist. Hoffentlich lassen mich meine Eltern weiterhin zu den Krokodilern.

Anne-Catherine Greiner

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